| Oli`s lustige Sach- und Lachgeschichten | |
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hatte ich eine Schreibblockade. Geschlagene sechs Wochen ging rein gar nichts. Obwohl ich sehr viele Ideen und Eseleien in meinem kreativen Kopf hatte, wollte mir einfach kein Text von den Fingerkuppen auf die Tastatur fließen. Vielleicht liegts aber auch daran, dass ich ständig in irgend einer anderen Stadt Deutschlands und Europas neue Impressionen sammle und dieser informelle Overflow schließlich gären muss, um sich endlich in einer sprühenden Eruption zu entleeren. Ich weiß es nicht, aber trotzdem will ich heute endlich mal wieder ein Wort an die blaue Gemeinde richten und sie bei Laune halten. Garstige Worte hörte ich genug in letzter Zeit, manche Leute wollten mich gar maßregeln, hinsichtlich fehlender Informationen aus dem blauen Imperium. Ha, da liege ich nun in meiner sozialen Hängematte und erfreue mich an dem vorzüglichen Sex on the Beach in meiner Hand. Aber wenn das Volk murrt Na gut. Letztens freute ich mich sehr, als ich auf einer meiner zahlreichen Städtetouren an einem verwahrlosten Bahnwärterhäuschen in GROSSBUCHSTABEN folgenden Spruch lesen durfte: Ich bin nicht Deutschland! Ich bin Arbeiter! Das hat mir sehr gefallen und der eigentlich kalt verregnete Tag brachte mir doch noch einen strahlenden Sonnenschein. Ich meine besser kann man gegen diese dummdreiste Deutschland-Kampagne nicht angehen. Das ist in kurzen Worten eine entwaffnende Argumentation gegen alle schwachsinnige Deutschtümelei, die uns hier täglich entgegen schwappt. Ein sauberer Handkantenschlag ins Genick von denen da oben. Ich ging dann zurück in meine Ich-bin-nicht-Deutschland-sondern-Schweden-Küche und setzte mich an den Esstisch Ingo. Hätte ich zumindest gerne gemacht, aber Ingo war nicht da, stattdessen musste ich mich mit einem namenlosen Esstisch begnügen. Von Ingo träume ich seit ich im Dezember mal bei Ikea vorbei gesurft bin und auf der Homepage Ingo sah. Er ist ein schlichter Tisch aus massiver Kiefer und bietet vier Personen Platz. Er ist entweder quadratisch (75x75cm) oder rechteckig (120x75cm). Um ihn zu pflegen sollte man ihn mit einem feuchten Tuch abwischen und mit einem trockenen Tuch nachwischen. Mit 39 Öre ist er gar nicht mal soo teuer und außerdem kann man sich Ingo auch noch als Sideboard, Beistelltisch, Couchtisch, Vitrine und Wandklapptisch kaufen. Ich meine, so sieht das Paradies aus: Die ganze Wohnung voll mit Ingo. Geil! Meine E-Mail-Adresse bei polizistenduzer.de gibt es übrigens nicht mehr. Mir wurde der Zugang verweigert, und anstatt mich darüber aufzuregen, habe ich sie dann einfach gecancelt. So wild bin ich dann auch nicht drauf. Habe übrigens nicht eine Mail gekriegt, die an diese Adresse geschickt wurde. So, und jetzt braucht Ihr auch nicht mehr damit anfangen. Vorhin war ich übrigens im Spielwarenladen und habe vier historische Biertransporter gekauft. Bevor ich bezahlen durfte, musste ich aber lange warten, weil vor mir ein Streifenpolizist (im Dienst!) dran war und den Verkehr nicht regelte, sondern aufhielt, indem er ,mit einem Sammlerkatalog bewaffnet, die komplette Produktpalette der Edition Vampir-Schlümpfe schön artig der richtigen Reihenfolge entsprechend aus dem Sammelkasten klaubte und stolz und glücklich vor sich aufbaute. Als der Dracula-Schlumpf für kurze Zeit nicht zu entdecken war, wurde der Schlumpf-Freak nervös und fing an zu hyperventilieren. Seiner jungen Kollegin war die Sache sichtlich peinlich. Als dann noch das private Polizisten-Handy klingelte, war alles aus Klingelton: Schnappi oder irgend so ein Dreck. Ich bin vor Freude beinahe zusammen gebrochen. Glücklicherweise fand der Spielzeugwarenhüter gerade noch rechtzeitig den Vampirschlumpf. Zentnerschwere Steine hörte man zu Boden purzeln. Ich hatte genug gesehen, fragte ob ich schnell bezahlen dürfte und musste einen dummen Spruch wegen meiner Biertransporter über mich ergehen lassen. Egal, diese Szene kann mir niemand nehmen. Und ich weiß jetzt beim besten Willen keinen vernünftigen Grund mehr, warum man Polizisten nicht duzen dürfen soll, falls man dies wolle. Duzi, duzi, duzi, da hat der kleine Polizist aber einen schönen Schlumpf Okay, kommen wir zu den blauen Fakten. Ein Veranstaltungsmarathon steht vor der Tür. Heute, Mittwoch, den 08.02.06 findet wie jeden Mittwoch (um das hier noch mal zu verdeutlichen) Electronixx In The Mix statt. Mit wechselnden DJs, glaube ich zumindest. Auf dem Programm steht House und andre Electronix. Mehr fällt mir dazu nicht ein, ich kenne mich mit dieser neuartigen Tanzmusik einfach nicht aus. Morgen, Donnerstag, den 09.02.06 ist mal wieder eine Lesung im Blau. Der bekannte Pop-Publizist Martin Büsser (Wie klingt die neue Mitte?, Antipop, If the kids are united) wird uns ab 20.30 Uhr aus seinem aktuellen Werk Antifolk vortragen. Thematisch geht es darin um die neueren Entwicklungen im Folk, von Beck bis Adam Green. Untermalt natürlich mit musikalischen Hörproben. Ich glaube, das könnte eine sehr interessante Sache sein. Feingeistern, die sich über Martin Büsser und sein Buch informieren wollen, sei www.ventil-verlag.de empfohlen. Am Freitag, den 10.02.06 haben wir mal wieder eins unserer bewährten DJ-Teams am Start. Unter dem Motto Keep Them Freaks A Rollin lassen Der Elektrische Segler und der Spatz von Mannem wieder Platten und Silberlinge kreisen. Bevorzugterweise aus den Kategorien Alternative, Trash, Punk wenn die blaue Homepage nicht lügt. Der Segler und der Spatz legen sich bestimmt mächtig ins Bettzeug. Und weil die beiden so eindrucksvoll nach einer Ankündigung per Newsletter gewinselt haben, will ich mal nicht so sein und Euch alle bitten am Freitag ins Blau zu kommen. Es lohnt sich mit Sicherheit, denn dieses DJ-Team ist der absolute Hammer. Zu sehen im besten Etablissement des Universums. Hier fliegt die Kuh. Das wird fantastisch. So, und schlussendlich am Samstag, den 11.02.06 widmen wir uns mal wieder den bildenden Künsten. Eine neue Ausstellung wird ab Samstag an den blauen Mauern und Wänden prangen. Die Künstlerin Andrea Frechen präsentiert uns dann die Früchte ihres Schaffens. Zu sehen gibt es Malereien, Collagen und Fotos mit denen Andrea Frechen den Mannheimer Underground kommentiert. Trashige Pop Art oder so ähnlich. Keine Ahnung, ich bin schon sehr gespannt. Ob es zur Ausstellungseröffnung eine amtliche Vernissage gibt, weiß ich jetzt nicht. Schnittchen könnt Ihr euch im Zweifelsfalle aber auch selbst mitbringen. Ich geh jetzt kochen, Gruß Oliver Obnoxious
P.S.: Falls es mal unerfreulicherweise wieder keine blauen News von mir gibt, besteht ja seit einiger Zeit immer noch die Möglichkeit unsere sauber gewartete und immer aktuelle Homepage mit den neusten Veranstaltungshinweisen, Trends und Gerüchten zu besuchen. Ihr findet sie unter www.blau-jungbusch.de Und natürlich
freuen wir uns auch über Einträge im Gästebuch! |